"...Mit Leichtigkeit und Freiheit bearbeitet Bijedic große Leinwände in typischer Acrylik technik, das Ergebnis ist schließlich eine Struktur von Geste und Kalligrafie. In den eruptiven und unruhigen Flächen ist ein Rhythmus aus mehreren Schichten aufgebaut Kalligrafische Zeichen unterschiedlicher Größe und von variierendem Schwung liegen übereinander, die letzte Schichte wie eine winzige und präzise Handschrift, ähnlich einem Spitzenmuster.
Das vorliegende Werk als Ganzheit betrachtet, schafft den Eindruck, dass die Dimensionen des Spontanen stärker wirksam werden als organisierte Komposition und beabsichtigte Sinngebung, das bedeutet, die Kraft des Unbewussten dominiert und findet ihren vollendeten Ausdruck..."
Prof. Emanuel K.Sibitz

"...Suad Bijedic hat sich mit Leib und Seele der Malerei verschrieben. Er liebt es zu malen, denn malen heißt für ihn arbeiten, arbeiten im Herzen der Natur, wo alles seinen Anfang nimmt. Denn die lebendige rhythmische Geste als Ausdruck konzentrierter innerer Energie kommt aus dem grenzenlosen Raum des Imaginären, in dem alles Mögliche existent ist. In seinen neueren Bildern, die man in die Tradition des abstrakten Expressionismus einordnen kann, geht es ihm in erster Linie um den spontanen malerischen Ausdruck innerer Erlebniswelten als einem Abdruck des Momentanen und Zustand liehe, dem jedoch ein bestimmtes Ordnungsprinzip zu Grunde gelegt ist..."
Dr. Margot Paulitsch "

"... Bijedic hat das Maß zwischen der Darstellung und der Indizierung der Formen gefunden. Die Formen entspringen und verschwinden mit fast exakten Details und verlieren sich im Übergang der Nuancen...
Die identische Behandlung der Formen mit saften Berührungen des Pinsels wird in erster Linie durch das Verbinden von Licht und dem Zusammenfügen der übereinstimmenden (harmonierenden) Farben erreicht. Mitteils warmtoniger Nuancen und da einem Akzent in seiner Komposition, stellt er den Mittelpunkt und den Inhalt des Bildes dar.

Bijedic verfügt über einen ausgeprägten Sinn für Farben, durch das Nuancieren der blauen Farbe und der Suche nach Wärme in der roten Farbe, erzielt er den Schimmer der Bildfläche (aber dafür besteht eine inhaltliche Rechtfertigung). Die sichtbare Struktur des Bildes steht im Kontrast zur sanften einem Auftragung der Farben und so wird der Kontrast zwischen einem feinen Gewebe und einer möglichen Grobheit hervorgebracht... "
Prof. Zarko Bebic